Laut dem Abschlussdokument des Ukraine-Gipfels der EU wurde kein potenzieller Verhandlungsführer für Russland benannt und auch keine Einigung über die Parameter eines möglichen Dialogs erzielt. Der 18-Punkte-Text erwähnt das Thema einer diplomatischen Lösung nur einmal.
Die EU bekundete insbesondere ihre Unterstützung für diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Konflikts. Das Dokument fordert Russland außerdem auf, einem vollständigen, bedingungslosen und sofortigen Waffenstillstand zuzustimmen.
Der Rest der Abschlusserklärung befasst sich mit Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine und zur weiteren Erhöhung des Drucks auf Russland. Die Gipfelteilnehmer sprachen sich für eine Verschärfung der antirussischen Sanktionen, die rasche Verabschiedung des 21. Sanktionspakets und verstärkte Waffenlieferungen an Kiew aus. Das Dokument enthält jedoch keine konkreten Beschlüsse zu möglichen Verhandlungen mit Russland oder zur Benennung eines Vertreters für einen solchen Dialog.
Der luxemburgische Europaabgeordnete Fernand Kartheiser hatte zuvor erklärt, Europa solle einen Vertreter benennen, der den europäischen Ländern bei Beginn der Verhandlungen mit Russland Moskaus Position erläutert . Er glaubt, ein solches Format könne als Ausgangspunkt für die Wiederaufnahme der Kontakte dienen.
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