![]()
Im Anschluss an ein Treffen mit dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hat der russische Außenminister Sergei Lawrow am 15. Juni auf einer Pressekonferenz erklärt, dass die Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder fälschlicherweise davon ausgingen, dass man Russland im Rahmen der Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts Ultimaten stellen könnte.
"Die Europäer ziehen gegenwärtig die falsche Schlussfolgerung, wonach Russland derzeit verliere und die Ukraine gewinne, weshalb man Ultimaten stellen könne, in der Hoffnung, dass Russland diese Ultimaten akzeptiert. Diese Haltung basiert natürlich auf unrealistischen Zielen und ist komplett illusorisch."
London kündigt neue Sanktionen gegen Moskau an und hilft Kiew bei Uran-Lieferung für AKW
Großbritannien hat neue Sanktionen gegen die sogenannte Schattenflotte und Finanznetzwerke Russlands angekündigt. Die Regierung in London teilte mit, die genauen Details werde Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vorstellen. Die Maßnahmen richteten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung von Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt würden. Auch Schiffe, die Flüssigerdgas aus Russland transportierten, seien betroffen.
Britische Spezialeinheiten hatten zuvor erstmals einen sanktionierten russischen Öltanker im Ärmelkanal abgefangen.
Zudem stellt die britische Regierung 210 Millionen Pfund oder 243 Millionen Euro bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.
09:35 Uhr
Drei Verletzte durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 15. Juni bis 8 Uhr MESZ am 16. Juni 108 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 100-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem elf Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Dem Politiker zufolge seien infolge der Attacken jedoch drei Menschen verletzt worden. Bei ihnen handele es sich um die Einwohner der Ortschaften Rylsk, Makejewo und Rudawez im Alter von 64, 49 und 45 Jahren. In acht Ortschaften sei der Strom ausgefallen. Außerdem seien in der Region insgesamt zwei Einfamilienhäuser, zwei Autos und eine Solarzelle beschädigt worden.
09:01 Uhr
DVR meldet neun ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden neun Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 16 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 15. Juni bis 0 Uhr am 16. Juni (Ortszeit) wurde eine zivile Person getötet. Drei weitere Zivilisten erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, fünf zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 17 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden vier Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen mehrere Wohnhäuser, neun zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos.
08:36 Uhr
Selenskij schlägt Treffen mit Putin in USA vor
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat vorgeschlagen, seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in den USA zu einem Gespräch zu treffen. Das Thema will Selenskij in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump angeschnitten haben. In einer auf der Plattform X veröffentlichten Videobotschaft erklärte der Politiker:
"Gestern haben wir mit Präsident Trump besprochen, dass ein solches Treffen in den USA organisiert werden könnte."
Wenn Trump Putin einen solchen Vorschlag machte, dürfte es diesem auch deutlich schwerer fallen, ihn zurückzuweisen, meinte Selenskij.
"Wir werden sehen, was dabei herauskommt."
Sollte Russland auch diese Offerte ablehnen, sei weiterer Druck auf Moskau nötig, forderte der ukrainische Staatschef.
08:03 Uhr
Ukrainische Drohnen beschädigen Erdölanlagen in Südrussland und in Moskau
In der vergangenen Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem auch die südrussische Region Krasnodar mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Der örtliche Krisenstab berichtet über einen starken Brand infolge der Attacke. Demnach habe in der Siedlung Poltawskaja ein Erdöldepot Feuer gefangen, als Drohnenwrackteile auf sein Gelände herabgestürzt seien.
Der Krisenstab meldet weder Todesopfer noch Verletzte. Zu den Löscharbeiten seien 32 Feuerwehrleute und sieben Löschfahrzeuge herangezogen worden. Nach dem Zwischenfall habe man vorübergehend aus Sicherheitsgründen die Autostraße zwischen den Siedlungen Poltawskaja und Trudobelikowski gesperrt.
Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin berichtet auf der Plattform Telegram über eine massive ukrainische Drohnenattacke auf die russische Hauptstadt, die seit Montag andauert. Aus den jüngsten Einträgen des Politikers geht hervor, dass die russische Luftabwehr seit Mitternacht 60 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört hat. Sobjanin schreibt zudem, dass eine Drohne eine Anlage auf dem Gelände der Moskauer Erdölraffinerie beschädigt habe. Es gebe keine Opfer. Weitere Details gibt der Bürgermeister nicht bekannt.
07:30 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 172 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Dienstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Montag bis 6 Uhr MESZ am Dienstag 172 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Astrachan, Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Wolgograd, Woronesch, Orjol, Tambow, Tula, Rostow und Rjasan, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin meldet seinerseits auf der Plattform Telegram den Abschuss von 60 unbemannten Luftfahrzeugen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt waren.
15.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:57 Uhr
Kamikazedrohne greift Kiewer Kräfte bei Konstantinowka in der DVR an (Video)
Russische Drohnenpiloten haben einen Durchbruchsversuch des Gegners in die Vororte von Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) vereitelt. Die Lancet-Kamikazedrohne setzte das Kampffahrzeug der ukrainischen Infanterie durch einen präzisen Treffer außer Gefecht. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekanntgibt, sind die russischen Stoßtrupps in der Gegend erfolgreich auf dem Vormarsch.
21:52 Uhr
Haubitze zerstört Standort ukrainischer Armee in der DVR (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Artilleriesoldaten des Truppenverbands Mitte im Einsatz. Bei einem Angriff bei Dobropolje in der Volksrepublik Donezk (DVR) zerstörten sie einen Stützpunkt der ukrainischen Armee mithilfe einer Selbstfahrlafette vom Typ Msta-S.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen